Umwelt

Das Paradise Smart Solar House wird aus regenerativen Energieträgern versorgt. Für den gesamten elektrischen Bedarf wird ein 1900W Solargenerator verwendet, für die thermische Energie, die fast ausschließlich für das Wassersystem benötigt wird, werden 2m2 Kollektoren und ein gut isolierter Wassertank eingesetzt. Im Gegensatz zu konventionellen fossilen Energieträgern, wie Öl und Gas wird in diesem Fall kein CO2 emittiert und das Haus trägt damit auch nicht zur Klimaveränderung bei.

Um die CO2  Reduktion zu ermitteln, müssen zunächst einige Annahmen getroffen werden. Geht man davon aus, dass unser Smart Solar House an das lokale Stromnetz angeschlossen wird, müsste man zum Vergleich den nationalen Energiemix betrachten. In jedem Land ist die Kombination aus Solar-, Wind-, Wasser-, Atom- und fossilen Kraftwerken unterschiedlich. Letztendlich hängt also der CO2 Ausstoß pro kWh von diesem Mix ab. Der Energiemix für das Jahr 2009 für Nicaragua setzte sich zusammen aus: 79% Diesel, 4% Gasturbinen-, 8,5% Wasser- und 8,5% Geothermie- Kraftwerken. Man kann also davon ausgehen, dass am Standort Nicaragua 83% der elektrischen Energie aus fossilen Brennstoffen generiert wird.

Für die Berechnung gehen wir jedoch davon aus, dass das Smart Solar House an einem Standort in Nicaragua ohne öffentlichen Stromanschluss von einem kleinen Diesel- Stromaggregat zum Vergleich versorgt werden wird.

Annahmen

  1. Bei der Verbrennung  gibt 1 l Diesel etwa 2,65 kg CO2 an die Umwelt ab. Diesel hat einen Energieinhalt von 9,8 kWh/L; der Wirkungsgrad von Diesel-Stromerzeugern liegt bei ca. 30%.
  2. Die PV Anlage generiert pro Tage ca. 7,4 kWh im Durchschnitt. Das sind pro Jahr ca. 2700 kWh. Wir erwarten eine Gebrauchsdauer von mind. 30 Jahren. In dieser Zeit werden dementsprechend ca. 81 000kWh generiert.

 
81 000 kWh entsprechen in etwa 8 260 L Dieselkraftstoff;  bei einem Wirkungsgrad von 30 % benötigt man also 27 551 Liter Dieselkraftstoff. Daraus ergibt sich dann eine Einsparung von 27 551 L x 2,65 kg CO2/L = 73 010 kg (73 t  CO2)

Durch die thermische Anlage werden ca. 387 kg CO2 pro Jahr eingespart, das sind bei einer Gebrauchsdauer von konservativ angesetzten 20 Jahren ca. 7 700 kg bzw. 7,7 t CO2.

In der Zusammenfassung werden also mindestens 80 t Co2 eingespart. Zusätzlich zu dieser Einsparung wird auch noch der Ausstoss von NOx und SOx vermieden. Das sind Gase, die zwar nicht zum Treibhauseffekt beitragen aber dennoch die Umwelt verschmutzen.